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Warum sollte eine pränatale Herzultraschalluntersuchung erfolgen?

-Positive Familien Anamnese: gibt es in der Familie bereits ein Kind mit angeborenem Herzfehler, so erhöht sich das Risiko für einen Herzfehler bei einem weiteren Kind von 0,8 auf ca 2-5%

-Infektionen oder Medikamenten-Einnahme in der Frühschwangerschaft können das Risiko für einen Herzfehler erhöhen

-Mütterliche Erkrankungen wie z.B. Diabetes

-Erhöhte Nackenfaltendicke

-Bereits festgestellte andere Fehlbildungen des Kindes z.b. beim Organscreening

-Wachstumsverzögerung bzw zu viel oder zuwenig Fruchtwasser

-Unklare Wassereinlagerung beim Kind

-Herzrhythmusstörungen

-Screening: Herzfehler sind mit 0,8 – 1% die häufigste Fehlbildung beim Neugeborenen. In der Regel wird der betreuende Gynäkologe im Rahmen der vorgesehenen Ultraschalluntersuchungen auch das Herz des Kindes kurz begutachten. Eine eingehende Echokardiographie ist allerdings in der Routine kaum möglich. 80% der angeborenen Herzfehler stammen aus Nicht-Risikogruppen: daher lohnt es sich immer einen genauen Blick auf das fetale Herz zu werfen.


Wann soll die Untersuchung erfolgen?

Der beste Zeitpunkt zur Durchführung einer vorgeburtlichen Herzultraschalluntersuchung beim ungeborenen Kind liegt zwischen der 18. und 22.Schwangerschaftswoche. (In Ausnahmefällen kann auch schon früher eine Untersuchung erfolgen. Untersuchungen nach der 22.Schwangerschaftswoche sind natürlich auch jederzeit möglich).

Zu diesem Zeitpunkt ist das fetale Herz bereits vollständig ausgebildet, es können alle Kammern und Herzklappen sowie die großen Arterien und Venen sowie die Herzfunktion und der Herzrhythmus gut beurteilt werden.

Geringe Engstellen im Kreislauf bzw geringe Anomalien der Herzklappen und kleine Löcher in der Herzscheidewand können aber nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Diese Probleme bleiben aber meist ohne wesentliche Konsequenzen, könne aber noch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft zu Wachstumsstörungen von einzelnen Herzstrukturen führen, weshalb in der Regel eine Kontrolle in der 32. Schwangerschaftswoche empfohlen wird.


Was passiert, wenn ein Herzfehler festgestellt wird?

Viele Herzfehler sind nicht schwer und bedürfen keiner spezifischen Therapie. Liegt ein „schwerer“ Herzfehler vor, so wird dieser zuerst ausführlich erklärt und die Behandlungsmöglichkeiten besprochen. Meist führen selbst schwerste Herzfehler vor der Geburt nicht zu Problemen sondern erst nach der Geburt. Daher kommt der exakten Planung der Geburt und der unmittelbaren Versorgung danach sehr große Bedeutung zu. Oft mach eine Entbindung an einem Herzzentrum Sinn, damit Mutter und Kind in dieser schwierigen Situation nicht getrennt werden müssen und gegebenenfalls rasch ein Herzeingriff ohne vorangehendem Transport des Neugeborenen erfolgen kann. Bis zur Geburt werden regelmäßige Kontrollen zur Überwachung des Kindes vereinbart.


Kann schon vor der Geburt eine Behandlung erfolgen?

In ausgewählten Fällen ist eine Behandlung notwendig und sinnvoll:

1)bei bestimmten Herzrhythmusstörungen kann über die Mutter mit Medikamenten das Kind behandelt werden

2)bei verengten oder verschlossenen Herzklappen kann evetuell eine intrauterine Herzklappendehnung – oder –eröffnung versucht werden. Das Kinderherzzentrum Linz gemeinsam mit dem Institut für Pränatalmedizin (Leiter: Prim.Dr.Wolfgang Arzt) ist in Europa das zur Zeit führende Zentrum für intrauterine Herzeingriffe

Pränatale Herzultraschall Untersuchung

Pränatale Herzultraschall Untersuchung zum Ausschluss oder Diagnose von Herzfehlern oder Herzrhythmusstörungen beim ungeborenen Kind.

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